Der GRÜNE Lesetip im April 2012!

Zu Beginn der "heißen Phase" des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf dieses Mal drei interessante Lesetips:

Der entzauberte Präsident
Barack Obama und seine Politik
von Philipp Schläger


Seinen Einzug ins Weiße Haus begleiteten euphorische Heilserwartungen: Barack Obama, 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Wenig ist geblieben von der Aufbruchsstimmung. Yes, we can? Change? Die Realität sieht anders aus: Die Wirtschaftslage ist katastrophal, der Afghanistankrieg intensiviert, Halbherzigkeiten beim Klimaschutz. Und schmale Budgets, weltpolitische Zwänge und Rücksichtnahmen auf innenpolitische Lobbys untergraben jedes "Durchregieren" bereits im Ansatz.
Philipp Schläger analysiert nüchtern den Zustand der US-Politik und zeigt ohne jede Beschönigung, wie auch unter Barack Obama Anspruch und Wirklichkeit der USA weit auseinanderklaffen.

 

 

Tea Party: Die weiße Wut
Was Amerikas Neue Rechte so gefährlich macht
von Eva C. Schweitzer

In den USA ist eine neue rechte Bewegung groß geworden: Die Tea Party, eine weiße, erzkonservative und nationalistische Strömung. Viele Tea Partier sind schlichtweg konservativ - nicht mehr und nicht weniger. Aber es gibt auch Rechtsradikale unter ihnen, die aus Prinzip keine Steuern zahlen, den Holocaust leugnen, Anschläge auf Politiker planen, Abtreibungsärzte erschießen und mit Sturmgewehren um sich ballern. Allein die rassistischen »Hate Groups« zählen in die Hunderte. Wer sind diese Leute, wie hängen sie zusammen, und was wollen sie?Das Buch gibt einen Überblick über die Neue Rechte, ihre Wurzeln, ihre medialen Unterstützer und ihre Finanziers, über die Think Tanks und Strippenzieher im Hintergrund und die Verflechtungen mit anderen rechten Gruppen. Es geht aber auch um Widersprüche, interne Streitigkeiten, Frontenwechsel und darum, wie sich diese amerikanische Bewegung von vergleichbaren politischen Strömungen in Europa unterscheidet.

 

Obamerika
Berichte aus dem Land der unbegrenzten Gegensätze
von Wolfgang Geier

Die USA zeigen auf weiter Strecke das Bild eines verwahrlosten Landes. Wirtschaftskrise, gigantische Schulden, kaputte Straßen und desolate Schulen. "Yes we can" hat Barack Obama versprochen, doch vom Wandel ist wenig zu merken. Der Präsident kämpft mit geerbten Problemen und selbst gemachten Fehlern. Dieses Buch zeigt Innenansichten einer Supermacht, die sich vor dem eigenen Abstieg fürchtet. Erzählt in wunderbar lebendigen Reportagen von einem Amerika-Liebhaber. Wolfgang Geier ist USA-Korrespondenten des Österreichischen Rundfunks.

 

 

 

 

Der GRÜNE Lesetip im März 2012!

Der große Bio Schmäh

Wie uns die Lebensmittelkonzerne an der Nase herumführen
von Clemens G. Arvay

Biologische Lebensmittel liegen im Trend, die Umsätze steigen jährlich. Den größten Teil des Kuchens sichern sich in Österreich mittlerweile die Handelsmarken der großen Supermarktkonzerne wie REWE (Billa & Co.), SPAR und HOFER. Was steckt aber wirklich hinter deren Bio-Handelsmarken? Ausgehend von den vollmundigen Versprechen der Werbung macht sich der Agrarbiologe Clemens G. Arvay in Wallraff-Manier auf die Suche nach der Realität.
Anstatt auf idyllische Bio-Bauernhöfe und glückliche Schweinchen stößt er auf Tierfabriken, endlose Monokulturen und industrialisierte Landwirtschaft. Begleiten Sie den Autor auf seiner Reise durch den biologischen Massenmarkt und erleben Sie hautnah, was Sie nie hätten erfahren sollen, wenn es nach den Lebensmittelkonzernen ginge. Clemens G. Arvay zeigt aber auch echte Bio-Alternativen auf.

"An diesem Buch werden viele schwer zu schlucken haben, die sich ihr gutes Gewissen bequem im Supermarkt kaufen wollten. Für alle, die sich nicht täuschen lassen wollen, ist es eine unverzichtbare Informationsquelle."
Klaus Werner-Lobo, Autor von "Schwarzbuch Markenfirmen"

 

 

 

 

 

 

 

Der GRÜNE Lesetip im Februar 2012!

Schatzinseln
Wie Steueroasen die Demokratie untergraben
von Nicholas Shaxson

Beim Wissen um Steueroasen unterliegt die breite Öffentlichkeit zwei funndamentalen Irrtümern. Einmal denkt man, dies betrifft irgendwelche kleine exotische Südseeinseln. Und zweitens geht man davon aus, die Geldmenge die über diese Steueroasen fließen, sind, im Vergleich zum weltweiten Finanzvermögen, geringe Beträge.

Beide Annahmen sind falsch. Die Steueroasen befinden sich in den westlichen Wirtschaftszentren in Europa (Schweiz, Luxembourg, Niederlande, etc.), im britischen Einflußgebiet (City of London, Jersy, Guernsy, Isel of Man, Cayman Inseln, etc), in den USA und deren Einflußgebieten (Florida, Delaware, Wyoming, Nevada, Marshallinseln, Panama, etc.). Und was auch viele überraschen wird, Österreich zählt ebenfalls zu den intrasparentesten Finanzplätzen der Welt. (%attac)

Was die Dimension der Kapitalströme betrifft, die über diese "Schatzinseln" läuft und womit den westlichen Industristaaten Milliarden an öffentlichen Stuergeldern entzogen wird, nur soviel: 83 der 100 größten US Unternehmen hatten Niederlassungen in den Steueroasen. 99 der 100 größten Unternehmen in Großbritanien, Frankreich und den Niederlanden ebenso. In Deutschland unterhielten die sechs größten Banken über 1600 Tochtergesellschaften in Steueroasen (1064 gehörten der Deutschen Bank). Und von den sechs größten Banken in der Schweiz hatten wiederum jede zweite eine Tochter in einer noch "verschwiegeneren" Steueroase als die Schweiz es selbst war.

Auf Grund dieser Fakten, wird von vielen Experten die weltweite Krise der öffentlichen Hauhalte nicht zuletzt mit dem Agieren dieser Steueroasen in Verbindung gebracht.

 

Kurzbeschreibung

Der ganze Zweck einer Steueroase besteht darin, den Kunden einen Fluchtweg anzubieten, nämlich weg von jenen Pflichten, die sich daraus ergeben, dass jemand in einer Gesellschaft lebt und von ihr profitiert: Steuern, verantwortungsvolle Finanzmarktregulierung, Erbschaftsgesetze und so weiter. Das ist das Kernstück ihres Geschäfts. Dazu ist eine Steueroase da.Die Hälfte des Welthandels durchfließt eine der Steueroasen, jeder multinationaler Konzern bedient sich ihrer regelmäßig. Ihre größten Nutznießer sind nicht Terroristen, Schwarzmarkthändler, Prominente oder Mafiosi – sondern Banken und ihre Großkunden sowie multinationale Konzerne.

Bei Steueroasen geht es nicht nur um Steuern. Es geht um Flucht vor dem Gesetz, Flucht vor Kreditoren, Flucht vor Steuern, Flucht vor ordentlichen Finanzmarktregulierungen – und vor allem Flucht vor demokratischer Kontrolle und Verantwortung. Schmutziges Geld, Offshore-Banking und Steueroasen gehören zu den dunkelsten Kapiteln in der Geschichte der Weltwirtschaft. Sie sind entscheidend bei jedem bedeutsamen wirtschaftlichen Ereignis und jedem großen Finanzskandal.

 

 

 

 

EM. Eine Chance für unsere Erde: Effektive Mikroorganismen.

Effektive Mikroorganismen (von ihren Vertretern auch EM-Technologie genannt) ist die Bezeichnung für eine wissenschaftlich nicht anerkannte Methode der landwirtschaftlichen Bodenverbesserung und Pflanzenbehandlung durch Einbringen von bzw. Besprühen mit einer Mischung von Mikroorganismen. Diese Mischung besteht vor allem aus Milchsäurebakterien, Hefen und Nichtschwefelpurpurbakterien. Des Weiteren werden EM-Produkte für zahlreiche andere Anwendungsbereiche angeboten: Nahrungsergänzungs- und Lebensmittel, Tierfutter, Haushalts- und Kosmetikprodukte, Farben, Kleidung und Schmuck.

Der japanische Agrarwissenschaftler Teruo Higa von der Ryukyu Universität auf Okinawa berichtete in den 1970er Jahren, dass eine Kombination von etwa 80 verschiedenen Mikroorganismen in der Lage sei, faulende (aus seiner Sicht lebensfeindliche) organische Substanz so zu beeinflussen, dass daraus ein lebensfördernder Prozess entstehe mit einer zusätzlichen Anreicherung mit Vitaminen, Enzymen und weiteren Wirkstoffen. Bei der Beschäftigung und Selektion von 2000 Mikroorganismen fiel zufällig durch die Entsorgung der Mikrobenmischungen auf Grasparzellen auf, dass das Gras schneller wuchs. Die Auswahl seiner Mikroorganismenstämme nannte er Effektive Mikroorganismen. Higa befasste sich überwiegend mit Kulturen, die bei der Herstellung von milchsauren Lebensmitteln verwendet werden. Er lehrte die EM-Technologie an der Universität Ryukyu auf Okinawa, Japan.

 

 

Hypo Alpe Adria

Vorw. v. Veit Heinichen
von Richard Schneider

Überforderte Banker, chaotische Zustände, mangelnde Kontrolle und Überheblichkeit - eine verhängnisvolle Allianz von Inkompetenz und Impertinenz hat die Kärntner Hypo Group Alpe Adria an den Rand des Ruins geführt. Zudem liessen sich Teile des Managements von einem kriminellen Virus infizieren, den ihre oft zweifelhafte Kundschaft eingeschleppt hatte. Falsche Bilanzen, zweifelhafte Bankprüfer und korrupte Politiker liessen das Geschehen jahrelang unentdeckt. Als die Hausbank der Balkan-Mafia in verdächtiger Eile an die BayernLB verkauft wurde, schwappte die ganze Affäre auch auf Bayern über. Inzwischen ermitteln am Tatort Hypo Alpe Adria Geheimdienste wie die CIA, vier Staatsanwaltschaften, die Soko Hypo, eine CSI Hypo, und ein Münchner Untersuchungsausschuss. Dieses Buch beschreibt erstmals, warum die sechstgrösste Bank Österreichs notverstaatlicht werden musste. Und es nennt all jene, die an diesem atemberaubenden Kriminalfall, der weit über den Rahmen eines Finanzskandals hinausgeht, profitiert haben.