9.Juni 2011

Gemeinsame Vernunftlösung setzt sich durch!

Sowohl bei Kletterwand wie auch bei Umwandlung der Aktiengesellschaft in GmbH!

Investition Kletterwand:

Im Vorjahr hat es eine massive Kritik von Seiten der Opposition, insbesondere der GRÜNEN, hinsichtlich des Alleinganges der mit absoluter Mehrheit regierenden ÖVP, bei einer der wesentlichen Zukunftsinvestitionen des Happylands, einer mehr als 700.000,- € teuren Kletterwand, gegeben. Nun wurde in dieser Angelegenheit eine gemeinsame Lösung von ÖVP, SPÖ und GRÜNEN (diese drei Parteien stellen auch die Mitglieder des Happylands Aufsichtsrates) gefunden. Die neue Vorgangsweise hat dazu auch noch finanzielle Vorteile für die Stadt.

Dazu Grün Stadtrat und Sportstätten AG (Happyland) Aufsichtsratsmitglied Mag. Sepp Wimmer: "Das die Einbringung mehrer Sichtweisen in ein Projekt durchaus von Vorteil für die Stadt sein kann, hat sich hier wieder gezeigt. Und ich muss auch der ÖVP, insbesondere Aufsichtsratsvorsitzenden Martin Cerny, meine Anererkennung aussprechen, dass sie in dieser Causa ihren Standpunkt noch einmal neu überdacht und man damit gemeinsam auch eine bessere Lösung für die Stadt finden konnte. Dies ist leider im politischen Tagesgeschäft nicht immer selbstverständlich.

Warum es nun auch eine Zustimmung von Seiten der GRÜNEN und der SPÖ, und damit auch mehr als die notwendige 2/3 Mehrheit zum Projekt Kletterwand gibt, sind folgende wesentliche Änderungen:

+ die Haftung der Stadt verringert sich von 750.000,- € auf 500.000,-€. (250.000,- übernimmt nun der Partner in diesem Projekt der Alpenverein.)

+ die Refinanzierung der Investitonen der Stadt in Höhe von ca. 800.000,-€ sind weitestgehend durch den 10jährigen Mietvertrag mit dem Alpenverein gesichert.

+ die offenen Fragen im Mietvertrag wurden geklärt.


Wimmer abschließend: „In der nächsten Gemeinderatssitzung am 1.Juli soll der alte Vertrag über die 750.000,-€ aufgehoben werden und gleichzeitig der neue mit breiter Mehrheit beschlossen werden. Da ÖVP, SPÖ und GRÜNE zusammen weit mehr als die 2/3 Mehrheit des Gemeinderates sind, ist auch diese Frage im positiven Sinn erledigt.
In anbetracht dessen, dass für das wirtschaftliche Überleben des Happylands sinnvolle und kalkulierbare Zukunftsinvestionen notwendig sind, können wir GRÜNEN diese Vorgangsweise verantworten und tragen sie mit.

 

Umwandlung Gesellschaftsform Sportstätten Aktiengesellschaft in GmbH:

Das Freitzeitzentrum Happyland wird seit seinem Beginn als Aktiengesellschaft geführt. (Details dazu finden Sie in weiterer Folge auf dieser Seite.) Dies hat sich auf Grund der aktienrechtlichen Bestimmungen zunehmend als äußerst problematisch hinsichtlich einer transparenten Informationsmöglichkeit der Klosterneuburger Bevölkerung über die wirtschaftliche Gebarung dieses "öffentlichen" Unternehmens herausgestellt. Aber auch die Regelung eines formalrechtlich korrekten Weisungsrecht von Seiten des Mehrheitseigentümmers (Stadt Klosterneuburg) war sehr umstritten. Um hier eine transparente und formal rechtlich korrekte Lösung zu finden, ist man übereingekommen die AG in eine Gmbh, mit einem beratenden und kontrollierenden Beirat (diese Funktion soll der Stadtrat mit seinen 13 Mitgliedern aus ÖVP, SPÖ,GRÜNE und FPÖ übernehmen), umzuwandeln.

Durch diese Umwandlung wird es auch ein formal korrektes Lenkungsinstrumentarium durch die Stadt geben und auch die administrativen Kosten im Vergleich mit der AG werden verringert.

 



Zu den entsprechenden Zeitungsartikeln:

 


 

 

 

 

 


NÖ Gemeindeordnung
Auszugsweise
die maßgeblichen
Paragraphen

16.November 2010

Happyland!
ÖVP Beschluss für mehr als 700.000€ Haftung für Kletterwand ungültig!
2/3 Mehrheit im Gemeinderat notwendig!

Es hat ja fast so kommen müssen. Der bei der Gemeinderatssitzung am 5. November von der ÖVP mit ihrer absoluten Mehrheit durch gepeitschten Beschluss, der zu 95% der Stadt gehörigen Sportstätten AG (Happyland) eine Haftungsübernahme in Höhe von mehr als 700.000,- Euro zu zu sichern, ist so nicht ausreichend. (Lesen Sie dazu die maßgeblichen Paragraphen der NÖ GO.)

Dazu der Fraktionschef der GRÜNEN im Gemeinderat Mag. Sepp Wimmer: Es sind zwei Punkte der NÖ GO die eine 2/3 Mehrheit erfordern:

1) „§ 68, Absatz 2, der NÖ Gemeindeordnung schreibt vor, dass die Errichtung oder Erweiterung einer wirtschaftlichen Unternehmung wie auch die Beteiligung an dieser durch die Gemeinde eines mit einer Zweidrittelmehrheit gefassten Gemeinderatsbeschlusses bedarf.

2) Es unterliegt nach §77 der NÖ GO auch jede Darlehensaufnahme des notwendigen Quorums einer 2/3 Mehrheit.

Der Gemeinderatsbeschluss am 5.11 wurde nur mit den Stimmen der ÖVP, also 24 Stimmen gefasst, notwendig wären aber eine 2/3 Mehrheit mit mindestens 28 Stimmen gewesen! Es fehlen also 4 Stimmen!“

Wimmer abschließend: „Ich kann nur noch einmal an die ÖVP appellieren, diese Chance nicht verstreichen zu lassen und bei der nächsten GR-Sitzung am 9.Dezember einen vollständigen und sauberen Vertrag mit dem zukünftigen Betreiber der Kletterwand vorzulegen. Auch über die grundsätzliche Zuerkennung der Finanzmittel für eine notwendige Sanierung sollte eine Einigkeit erzielt werden. Nur so kann dieses, an sich positive Projekt der Kletterwand sinnvoll realisiert werden und so
für den gesamten Happyland Komplex positive Synergieeffekte haben.

Zu den entsprechenden Zeitungsartikeln:



 

 

 

6.11.2010

GRÜNE für zusätzliche Attraktion!

Kletterwand
im Happyland

aber

nicht auf Grundlage "halbfertiger" Verträge!


 

 

 

 

6.11.2010

Happyland Klosterneuburg! Jetzt kann man nur noch beten! Mehr als 700.000 Euro Haftungsübernahme auf Basis eines unvollständigen Vertrages. Gleichzeitig aber keine Finanzierungszusage für notwendige langfristige Sanierungen im Altbereich. ÖVP peitscht Haftungsübernahme für Kletterwand durch.


So etwas hat es im Klosterneuburger Gemeinderat selten gegeben. Die gesamte Opposition spricht sich ebenfalls für den Bau einer zusätzlichen Attraktion - einer Kletterwand - in dem in die Jahre gekommenen stadteigenen Sport- und Freizeitzentrum „Happyland“ aus. Man hätte daher auch nichts gegen die Darlehensabsicherung der notwendigen Finanzmittel durch die Stadt von mehr als 700.000,-€. Nur, die Grundlage für einen erfolgreichen Betrieb dieser Kletterwand, der Vertrag mit dem langfristigen Betreiber, der auch für die maßgebliche Refinanzierung dieser mehr als 700.000,-€ sorgen soll, liegt in der zu beschließenden Gemeinderatssitzung (5.Nov.2010) nur halbfertig vor.

Dazu der Fraktionschef der GRÜNEN im Gemeinderat Mag. Sepp Wimmer: „Es ist mir unerklärlich, wieso die ÖVP diese einmalige Chance zu so einem Hasardspiel verkommen lässt? Ich glaube es versteht jeder, dass wir einer Darlehensabsicherung mit Steuergeldern in dieser enormen Höhe nicht auf Grund eines Vertragsentwurfes, wo der Name des Vertragspartners fehlt, wo Refinanzierungskonditionen noch offen sind, wo Haftungsfragen noch geklärt werden müssen, nicht so einfach zustimmen können. Keiner von uns würde als Privater unter diesen Bedingungen so eine Haftung übernehmen. Aber mit dem Steuergeld sollten wir so locker umgehen? Die GRÜNEN sicher nicht! Das Angebot der gesamten Opposition, diesen Vertrag zu vervollständigen und die Beschlussfassung bis zur nächsten Gemeinderatssitzung zu vertagen, wurde von der ÖVP mit ihrer absoluten Mehrheit leider nieder gestimmt".

Wimmer weiter: „ Für uns GRÜNE war dieser unvollständige Vertrag, der so große Löcher hatte wie ein „Schweizerkäse“, ein Grund dieser Haftungsübernahme nicht zu zustimmen. Aber es gab auch noch einen zweiten. Es gab keinerlei Zusage über langjährige Finanzmittel zu der mehr als notwendigen Sanierung des mehr als 30 Jahre alten Happyland Komplexes. Das Happyland kann auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn einerseits neue attraktive Bereiche wie z.B. eine Kletterwand dazu kommen, andererseits der Altbereich systematisch saniert und erneuert wird. Eine neue Kletterwand, im Ambiente eines sich immer mehr auflösenden 70iger Jahre Charmes, mit dementsprechenden Duschen und Umkleideräumen, wird auf Dauer keine neuen zahlenden Besucher langfristig binden können.“

Wimmer abschließend: „ Man kann jetzt leider wirklich nur mehr beten, dass dieses völlig unnötige Durchpeitschen der ÖVP, ohne ein solides Vertragswerk als Grundlage zu haben, für die Stadtgemeinde in keiner finanziellen Katastrophe endet. Bei der jetzigen Finanzsituation der Stadt wäre das schlagend werden einer mehr als 700.000,- Darlehenshaftung unzweifelhaft so etwas. Schade auch, dass die Chance, mit der Bereitstellung langfristig notwendiger Finanzmittel für eine umfassende Sanierung und Erneuerung des Happylands an der ÖVP gescheitert ist. Hier wurde eine einmalige Chance für eine erfolgreiche Zukunft des Happylands leichtfertig verspielt.“

Die mit absoluter Mehrheit ausgestattete ÖVP beschloss in der Gemeinderatssitzung (5.November 2010)
alleine (die gesamte Opposition stimmte dagegen) die Haftungsübernahme der Stadt über die Kreditaufnahme des Happylands über mehr als 700.000 Euro für den Bau einer Kletterwand auf Grundlage eines halbfertigen Betreibervertrages.


 

 

06.November 2010

Wissenswertes zum "Happyland"!

Die Klosterneuburger Sportstätten AG, allen KlosterneuburgerInnen besser bekannt als "Happyland" ist seit mehr als 30 Jahren das sportive Zentrum der Babenberger Stadt. Seit seinem Bestehen wird es geliebt und kritisiert zu gleichen Teilen. Geliebt wegen der Vielzahl von Sportmöglichkeiten die dort zur Verfügung stehen, kritisiert wegen der nicht immer am letzten Stand befindlichen Sanierungen und Modernisierungen. Um Ihnen selbst eine etwas sachlich fundierte Meinung zu ermöglichen, haben die GRÜNEN Klosterneuburg Ihnen auf dieser Seite einen Überblick über die wesentlichsten Daten der Sportstätten AG, des "Happylands", zusammengestellt.

ENTSTEHUNG:

Mitte der 70iger Jahre beginnt ein privates Betreiberkonsortium mit der Errichtung des Happylands. Noch vor Vollendung des Baus kommt das Konsortium in finanzielle Schwierigkeiten und kann das Projekt nicht vollenden. Im Jahr 1982 übernimmt die Stadtgemeinde von der Landeshypothekenbank NÖ um knapp 3 Mio.S ca. 95% der Aktien des Happylands und investiert zusätzlich damit der Betrieb aufgenommen werden kann. Noch im Jahr 1983 konnten die Sporthalle, die Tennishalle und das Sportbad eröffnet werden. Im Jahr 1984 wurden das Wellenbad, die Tennisfreiplätze, die Fußballplätze (einen Rasen- und ein roter Erdeplatz), die Leichtathletikanlagen, die Sauna und der Restaurationsbetrieb in Betrieb genommen.

1987 wurde der von der Stadtgemeinde errichtete Eislaufplatz vom Happyland mit verwaltet. 2001 übertrug die Stadtgemeinde den Eislaufplatz zur Gänze dem Happyland.

EIGENTÜMERSTRUKTUR der Sportstätten AG:

94,93% (207.904,- Euro) Stadtgemeinde Klosterneuburg
05,07% ( 11.096,- Euro) Weingut Stift Klosterneuburg GmbH

aktueller Aufsichtsrat:
KR Martin Cerny (Stadtrat ÖVP) Vorsitzender
Karl Hava (Stadtrat SPÖ) Vorsitzenderstellvertreter
Thomas Mayrhofer (Stadtrat ÖVP)
Mag. Roland Honeder (Stadtrat ÖVP)

Hans Kickmaier (Gemeinderat SPÖ)
Mag. Sepp Wimmer (Stadtrat GRÜNE)

Vom Betriebsrat entsandt:
Gerhard Holzinger
Heinz Rokos

Geschäftsführender Vorstand:
Mag. Michael Knoth

Einnahmen - Ausgaben

In der Einnahmenausgabenaufstellung sind die zusätzlichen Investitionszuschüsse der Stadt nicht enthalten. Die Einnahmen sind also nicht subventionsbereinigt!

Die Zuschüsse der Stadt betrugen die letzten beiden Jahre:

2008:
Abgangsdeckung: 841.000,-Euro
Investitionszuschuss: 432.000,- Euro

2009:
Abgangsdeckung: 681.000,- Euro
Investitionszuschuss: 227.900,- Euro

 

Zu den entsprechenden Zeitungsartikeln: