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Bei der GR-Sitzung am 2.7. wurde, nachdem zwischenzeitlich eine Besprechung aller Fraktionsvorsitzenden stattgefunden hatte, von den Grünen Klosterneuburg neuerlich ein Antrag auf Reduzierung des Prozentsatzes der Klosterneuburger Politikergehälter um 10% eingebracht. Die defakto Reduzierung wäre in einer Bandbreite von 0,75% (Gemeinderat) und 5% (Vizebürgermeister) gelegen. Durch diese Reduzierung wären jährlich ca. 60.000,-Euro für Projekte der Stadt freigeworden. Die Reduzierung des Bürgermeisterbezuges war in diesem Antrag nicht möglich, weil dieser nur auf freiwilliger Basis erfolgen könnte, da dieser Bezug gesetzlich geregelt ist. Der Antrag wurde von SPÖ, FPÖ und Liste Hofbauer unterstützt, jedoch von von ÖVP und PUK abgelehnt.
Stellungnahme der Grünen Klosterneuburg zur Reduzierung der Politikerbezüge: Politikerbezüge
können unter drei verschiedenen Aspekten diskutiert werden. Erstens
auf dem Werteaspekt: Was ist ein Politikerjob wert? Zu Punkt eins ist ganz klar zu sagen: Gute und engagierte Politik ist im Vergleich zu wirtschaftlichen Verdienstmöglichkeiten auf allen Ebenen unterbezahlt. Insbesondere auf der kommunalpolitischen Ebene, wo Gemeinderäte großteils nur eine Aufwandsentschädigungen für ihre Arbeitsmaterialien bekommen, aber keinerlei Entgeltung für ihre Arbeitsleistung. Hier ist der finanzielle Ausgleich völlig unzureichend. Weiters gibt es auch keine soziale Sicherstellung für die Zeit nach der öffentlichen Tätigkeit. Dies betrifft insbesondere die Funktion der Bürgermeister. Heir finden sich nur mehr sehr wenige qualifizierte, insbesondere junge, Personen die sich dafür begeistern können. Von der Werteebene ist daher eine Reduzierung der kommunalen Politikerbezüge nicht zu rechtfertigen. Was den Solidaritäts- und Vorbildsaspekt betrifft, ist es für uns Klosterneuburger Grüne ganz selbstverständlich, dass PolitikerInnen, als eine der wesentlichsten Demokratie und Gesellschafts prägenden "Eliten", hier Vorbildswirkung und eine Solidaritätsverpflichtung gegenüber der Bevölkerung haben. Nehmen sie diese beiden Funktionen nicht ausreichend wahr, so wird der demokratiepolitische Konsens allmählich schwinden und die gesellschaftlichen Gegensätze stärker zu Tage treten. Dies wird nicht zum Vorteil eines gedeihlichen gesellschaftlichen Zusammenlebens sein. Aus diesen Grund sprechen sich die Grünen Klosterneuburg in Zeiten wirtschaftlicher Einsparungen für eine solidarische Reduzierung der Politikerbezüge aus. Dritter Punkt, sollen PolitikerInnen als demokratiepolitische Eliten mit gutem Beispiel voran gehen? Auch wenn es nur einen geringen Betrag ergibt, so ist dieses Zeichen zumindest doch ein symbolischer Beitrag. Für die Grünen Klosterneuburg stehen PolitikerInnen mit ihrer Vorbildwirkung daher unter besonderer Verantwortung. Auch dies spricht für eine befristete Reduzierung der Politikerbezüge. |
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| Älterer Beitrag: 25.Mai
2010 Auf
Grund der dramatischen Verschlechterung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftssituation
in den letzten Wochen, aber auch insbesondere der aktuell ungebremst steigenden
Überschuldung der kommunalen Haushalte, kommt es auch zu einer zunehmenden
Verschlechterung der sozialen Situation breiter Bevölkerungsschichten. Da die Bezüge des Bürgermeisters gesetzlich geregelt sind und hier durch einen Gemeinderatsbeschluss keine Reduzierung möglich ist, sollte von Seiten des Bürgermeisters auf Dauer der übrigen kommunalen Bezugsreduzierung ein freiwilliger Solidaritätsbeitrag in Höhe von 10 Prozent in den Sozialfonds der Stadt entrichtet werden. Die GRÜNEN Klosterneuburg beantragten daher in der Gemeinderatsitzung am 21.Mai 2010, dass der Klosterneuburger Gemeinderat eine Reduzierung der aktuellen Gemeinderatsbezüge (unter Einbeziehung der Ortsvorsteher und Umweltgemeinderäte) um 10 Prozent (auf die Dauer von ………...) beschließen möge. Die eingesparten Beträge sollten dem Klosterneuburger Sozialamt zur Verfügung gestellt werden. Der dafür zur Verfügung stehende Betrag bei einer 10% Reduzierung würde jährlich knapp 70.000 € betragen. Der
Antrag der GRÜNEN wurde nach langer Diskussion in die einzelnen Fraktionen
zur Besprechung weiter geleitet. Sollte bis zur nächsten Gemeinderatssitzung
am 2.Juli 2010 kein gemeinschaftlicher Antrag zur Beschlussfassung erarbeitet
werden, werden die GRÜNEN Zum, von der ÖVP in die Diskussion gebrachten, Vorschlag von Einzelspenden an Vereine, halten die Grünen fest: „Grünes Ziel der Einsparung ist es nicht, parteipolitische Spenden den einen oder anderen Verein zu geben, sondern dass die Stadt mit den finanziellen Mitteln aus der Einsparung wieder das eine oder andere Projekt für die Bevölkerung finanzieren kann, welches sonst „gestorben“ wäre.“
Aktuelle Bezüge der Klosterneuburger Gemeindepolitiker
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