ÖVP/GRÜNE beschliessen Vertrag für rasche Ferigstellung des Radweges.
SPÖ und PUK dagegen.

 

 

 



In der gestrigen Gemeindratssitzung (1.Juli 2005) haben ÖVP/GRÜNE - gegen die Stimmen von SPÖ und PUK - den Beschluss für eine rasche Realisierung des Radweges zwischen Esslmussem und neuer Radbrücke gefasst und den Vertrag mit der Austrian Hydro Power AG (Nachfolger der Donaukraft) beschlossen. Die Hydro Power wird auf eigene Kosten (150.000 Euro) diesen Weg errichten, der für sie auch als Betreuungsweg bei etwaigen Hochwässer genutzt wird. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Herbst beginnen. Damit haben ÖVP/GRÜNE, nach der raschen Fertigstellung des Radweges beim Happyland - auch wiederum gegen die Stimmen der PUK - einen weiteren Schritt für die beschleunigte Umsetzung eines modernen Radverkehrswegenetzes in Klosterneuburg gesetzt.

*******


Im Anschluss finden Sie noch eine Zusammenstellung hinsichtlich des Umganges mit den dieses Mal eingebrachten 20 Dringlichkeitsanträgen sowie den von der "Vereinigten Opposition" (VOP) SPÖ, FPÖ, PUK, MIK eingebrachten §46 Anträgen.

Dringliche Dringlichkeit weitere Vorgangsweis bzw. Begründung
1) Urnenbestattung: Ja Beschluss
2) Weidlinger Kirtag : Ja Beschluss
3) Sozial Card Ja in den Finanz- bzw. Sozialausschuss
4) Buswartehäus Albrechtsstr. Ja. In den Verkehrsausschuss
5) Aufhebung Aufgrabungssperre Ja Beschluss

6) Diesel Partikelfilter

Nein Begründung s. 6*
7) m-parking Nein Begründung s. 7*
8) Radfahrrastplatz Höflein Ja Beschluss
9) Disziplinarkommission Ja Beschluss
10) Kehrmaschinen Lärm Ja In den Verkehrsauschuss
11) Martinsviertel Grätzl Nein Begründung s. 11*
12) Amtsblatt GR-Sitzungen Nein Begründung s. 12*
13) j-Card Besserung Nein Begründung s. 13*
14) Areal Pioniertruppenschule Nein Begründung s. 14*
15) Agnesheim/Neubau Kindergarten Ja Beschluss
16) Erhebung Verkehrsteilnehmer Ja In den Verkehrsausschuss
17) Radfahrerrastplatz Ja Beschluss
18) Erwerb Liegenschaft Ja Beschluss
19) Stopp Abriss Kindergarten Höflein Nein Begründung s. 19*
20) Hochbehälter/Fledermäuse Nein Begründung s. 20*

Zu:
6*
Die Dringlichkeit wurde deshalb nicht zuerkannt, weil bereits im Umweltausschuss vom 15.Juni 2005 vereinbart wurde, ein umfassendes Maßnahmenpaket (Z.B.: Filternachrüstung LKW und PKW, Vorgangsweise Nachrüstung bzw. Neuankauf bei stadteigenen Fahrzeugen, Baumaschinen, Winterdienst (Splitstreuung), Begrünung verbauter Straßenbegrenzungen, etc) zu erstellen. Ein Beschluss über eine einzelne finanzielle Fördermaßnahme, ohne den finanziellen Umfang des gesamten Maßnahmenpaktes und deren Gewichtung zu wissen, ist nicht zielführend.

7*
Die Einführung des mobilen m-Parkings würde zum jetzigen Zeitpunkt eine hohe jährliche Subvention für eine äußerst kleine Bevölkerungsschicht auf Kosten anderer Bevölkerungsschichten erfordern. Sollte das m-Parking soweit ausgereift sein, dass es kostenneutral, ohne Benachteiligung der Nicht-Autofahrenden-Bevölkerung eingeführt werden kann, wird der Einführung nichts mehr im Wege stehen.

11*
Die Entwicklung in den einzelnen Stadtteilen ist eine umfassende Aufgabe und wird über die entsprechenden Ausschüsse permanent behandelt. Eine besondere Dringlichkeit für das Martinsviertel ist nicht zu ersehen.

12*
Das Amtsblatt wird (wie auch die AntragstellerInnen wissen) seit einigen Wochen einer Überarbeitung unterzogen. Die Aufnahme der GR-Termine ist dabei berücksichtigt. Daher besteht keine Dringlichkeit.

13*
Mögliche Verbesserungen der j-card werden laufend im dafür zuständigen Ausschuss diskutiert. Eine besondere Dringlichkeit zum jetzigen Zeitpunkt besteht nicht.

14* Die Dringlichkeit für die Beauftragung eines Planungskonsortium zum jetzigen Zeitpunkt besteht nicht, da es noch keine inhaltlichen Information über die Rahmenbedingungen durch das Verteidigungsministerium gibt.

19*
Es liegen keine neuen Erkenntnisse vor und die Vorarbeiten wurden bereits begonnen.

20*
Das Thema wurde bereits im Ausschuss für Wasserversorgung, Wasserbau und Gewässerschutz behandelt und dem Umweltausschuss zugewiesen. Ing. Preisl (Chef der Klosterneuburger Wasserversorgung) erläutert den Sachverhalt. Es wurde ein neuer Wasserhochbehälter in der Franz Schubertgasse errichtet, der mit Ende Juli in Betrieb gehen soll. Gleichzeitig wurde bei der Bauvergabe für den Neubau der Abbruch des alten Hochbehälters mit einberechnet.

Herr StR Hofbauer hat den Vorschlag unterbreitet, anstatt des Abbruchs den alten Hochbehälter in Zukunft als Fledermausburg zu nutzen. (Bisher gab es dort keine.)

Ing. Preisl verweist auf diverse Punkte, die bei einer solchen Verwendung unbedingt zu bedenken sind: Es gibt für diesen alten Behälter weder eine wasserrechtliche, noch eine naturschutzrechtliche, noch eine baurechtliche Bewilligung, da dieser in Eigenregie von der Stadtgemeinde errichtet wurde. Weiters ist die Haftungsfrage von großer Bedeutung, derzeit ist der alte Behälter mit der Haftpflichtversicherung der Wasserversorgung versichert, nach Inbetriebnahme des neuen Behälters wird dies nicht mehr der Fall sein.

Bezüglich Renovierung hat es eine Kostenschätzung gegeben, die diese als absolut unwirtschaftlich erscheinen lässt.

StR Wimmer befürwortet grundsätzlich ein Fledermausprojekt für Klosterneuburg, ist StR Hofbauer für das Aufgreifen dieses Themas sehr dankbar und plant, dies weiter im Umweltausschuss zu behandeln. Dieses Gebäude erscheint ihm jedoch aufgrund der aufgezählten Punkte für nicht geeignet.

GR Lebeth bedauert, dass StR Hofbauer zu diesem Thema nicht anwesend ist, da dieser bereits Erfahrung auf diesem Gebiet hat.

Da jedoch eine Entscheidung bis Ende Juli vorliegen muss (Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters), soll folgende Stellungnahme des Ausschusses abgeben werden: Die Mitglieder des Umweltausschusses halten es für notwendig, dass hinsichtlich der Erhaltung einer großen Fledermauspopulation in Klosterneuburg Schritte unternommen werden, sehen es aber in Abwägung aller Vor- und Nachteile nicht zielführend, das gegenständliche Gebäude für die Schutzmaßnahmen auszuwählen.

-----------

Erläuterung
des Umganges mit § 46 Anträgen:
Sind Anträge die von mehr als einem 1/3 der GemeinderätInnen unterschrieben sind (SPÖ,FPÖ,PUK,MIK).


TOP 73: Lärmkataster:
In den Umweltausschuss

TOP 74: Kommunales Umweltmanagement:
Gegenantrag:
Die nach der Präsentation am 14.6.05 im
Umweltausschuss vereinbarte Vorgangsweise, dass erst
nach Klärung der offenen inhaltlichen wie auch finanziellen
Fragen (Förderungen durch das Land, etc) eine
Entscheidung über die Einführung eines kommunalen
Umweltmanagements getroffen wird, wird beibehalten.

TOP 75: Beschleunigung Radverkehrskonzept:

Ablehnung: Ist seit Wochen in Realisierung

TOP 76: Verbotstafeln Aupark:
Gegenantrag:
Am Rand des Auparks (Höhe Strandbadstraße –
Strandbad Sportareal) wird eine umfassende Informations- und
Hinweiswand mit Darstellung der einzelnen Freizeitbereiche
und den dafür vorgegebenen Benutzerrichtlinien installiert.

TOP 77: Anfrage LNK Gugging
Ablehnung:
Wurde bereits erledigt.

TOP 78: Koordinationsgespräche
Ablehnung:
Ist mit Installierung der Klimabündniskreise erfüllt.

TOP 79: Big 18-Event
Ablehnung:
wurde bereits im Ausschuss behandelt.

TOP 80: Änderung Radwegverlauf

Ablehnung: Einstimmige Beschlüsse, bereits realisierte
Vorleistungen 59.000 € Steuermittel (Radbrücke),
Schildbürgerstreich auf Kosten der Klosterneuburger
Bevölkerung, Würde Verzögerung der Umsetzung des
Radverkehrskonzepts bedeuten,

TOP 81: Agnesheim Areal
Ablehnung: Siehe Beschluss Dringlichkeitsantrag diese
Sitzung: „Bau Kindergarten“.

TOP 82: Jugendgemeinderat:
In den Jugendausschuss