| Die
Grünen Klosterneuburg – Budget 2007
Das Klosterneuburger
Budget 2007 weist ein voraussichtliches Defizit von knapp 825.000 Euro
auf. Das ist ein Verlust von mehr als. 11 Mio Schilling Obwohl beim Krankenhaus
für 2007 durch die von ÖVP und GRÜNEN beschlossene Hereinnahme
von eines externen Krankenhausmanagements (HCC HUmanomed) für 2007
mehr als 900.000 Euro eingespart werden konnten, verursacht das Krankenhaus
noch immer ein Defizit von mehr als 4 Mio. Euro.
Wenn es nach
ÖVP/GRÜNEN gegangen wäre, gäbe es 2007 kein Defizit
und es wären ausreichend Finanzmittel für notwendige Zukunftsinvestitionen
vorhanden gewesen. Aber am 3.März 2006 stimmten SPÖ, FPÖ
und PUK gegen die Gründung einer stadteigenen Krankenhaus GesmbH.
Mit dieser Krankenhaus GesmbH hätte man nicht nur dem Krankenhaus,
den größten Defizitbringer der Stadt finanziell helfen können,
sonder Geld für andere notwendige Investitionen gehabt. SPÖ,
FPÖ und PUK waren dagegen und nun stehen - mindestens - 825.000,-
€, weniger für die Menschen dieser Stadt 2007 zur Verfügung.
Aber es gibt
auch keine Möglichkeit eine derartige Summe einzusparen. Oder will
wirklich jemand ernsthaft über folgendes diskutieren:
+ Schließung des Happylands, des einzigen städtischen Sport-,
Bäder-, und Freizeitzentrums?
+ Auflassung kostenintensiver Kinderspiel- und Sportplätze
+ Schließung von kulturellen Einrichtungen wie Stadtmuseum oder
Musikschule
+ Einstellung der Oper Klosterneuburg oder des Sommer Open Air Kinos
+ Streichung der Vereinssubventionen im Bereich Soziales, Kultur und Sport
Wenn jemand also so wie wir NICHT will, das diese Stadt dahindämmert,
dann muss er auch sagen woher das Geld dazu kommt. Beides geht nicht.
Man kann nicht einerseits sagen, die Stadt soll lebendig sein, damit hier
eine zukunftsträchtige Perspektive für die Menschen und deren
Lebensqualität entsteht, und andererseits keine Zustimmung für
neue finanzieller Mittel geben. Die Bevölkerung Klosterneuburgs erkennt
zum Glück immer mehr, dass manche den Stillstand kritisieren aber
dabei gleichzeitig ganz kräftig dazu beitragen dass in Klosterneuburg
immer mehr steht. Die Menschen erkennen, wer sie da aus parteipolitischen
Motiven finanziell aushungern will.
Im Gegensatz dazu stehen die GRÜNEN Klosterneuburg für die Fortführung
der erreichten kommunalen Infrastruktur. Wir treten auch vehement für
einen Ausbau und Verbesserungen ein. Und dass dies ohne finanzielle Mittel
nicht möglich ist wissen wir alle. Zu aller erst muss daher einmal
der Vermögenstand der Stadt erhoben werden. Denn dieser Vermögensstand
inklusive Immobilienwert ist nicht aus dem Budgetvoranschlag ersichtlich.
Sämtliche Immobilien Vermögenswerte – und die sind beträchtlich
- kommen in diesem Rechenwerk nicht vor. Wir GRÜNE fordern daher
dies so rasch wie möglich zu erheben.*
Das Klosterneuburger Budget 2007 weist also ein Defizit von 825.000 €
Euro auf. Und trotzdem finden wir GRÜNE auch positives in diesem
Budget 2007. Durch die von ÖVP/GRÜNE gegen die Stimmen von SPÖ,
FPÖ, PUK und FAPÖ beschlossene Vergabe des Krankenhaus Managements
an die HCC Humanomed wird der Verlust des Krankenhaus für 2007 um
sage und schreibe 901.500 € weniger. 12,5 Mio Schilling hat also
die von ÖVP/GRÜNE beschlossene und von der Opposition abgelehnte
Entscheidung die Humanomed ins Boot zu holen der Bevölkerung gebracht.
2007 wird auch das „Streetworking Projekt“ für die Jugend
realisiert wird. Und es freut uns GRÜNE auch, dass trotz großer
Budgetnöte das kulturelle Engagement der Stadt (Z.B Oper Klosterneuburg,
oder das Sommer Open Air Kino) nicht dem Sparstift zum Opfer fiel. Dies
hätte Klosterneuburg in den kulturellen Tiefschlaf versetzt.
Und auch die Frauenpolitik ist seit 2005 in der Klosterneuburger Kommunalpolitik
kein leeres Schlagwort mehr. Eine Frauenstadträtin, ein Frauenpreis
waren die ersten Schritte. 2006 gab es trotz angespannter finanzieller
Lage wieder einen Frauenpreis. Und 2007 wird es weiter aktive Frauenpolitik
geben: Das von den Grünen initiierte Gender-Budgeting-Projekt wird
von der Gemeinde maßgeblich mitgetragen.
Im Schulressort wird auch 2007 der Jugendliteraturpreis der Stadt wieder
ausgeschrieben. 1500 Euro an Preisgelder werden an junge AutorInnen vergeben.
Das den Grünen die Aufarbeitung der Zeitgesichte als wichtiges Thema
erachten, ist kein Geheimnis. Für 2007 ist es nun gelungen im Budget
1000 Euro für ein Geschichtsprojekt junger Menschen zu fixieren.
Im Umweltbereich konnte trotz schlechten Finanzlage erreicht werden, dass
die Förderungen der ökologischen Wärmedämmung von
Altbauten von 10.000 € auf 20.000 € verdoppelt wurden. Und was
die Reinhaltung der Luft betrifft – die Feinstaubproblematik ist
jedem ein Begriff – so bleibt die Förderung von alternativen
Heizungsanlagen auch 2007 mit 15.000 € ungekürzt. Das hier um
Umweltbereich keine Kürzungen vorgenommen wurden, zeigt wie wichtig
ÖVP/GRÜNEN diese Zukunftsthemen sind.
Im Bereich des öffentlichen Verkehrs bleibt die Förderung des
AnrufSammelTaxi AST weiterhin ungekürzt bei 35.000,- €. Obwohl
wir bei den Radwegen 2007 gern mehr Budgetmittel gesehen hätten,
ist es für uns doch erfreulich, dass es 2007 zur Realisierung der
wichtigen innerstädtischen Rad-Verbindung der „Pius Parsch
Promeande“ nach Weidling kommt. Wir GRÜNE danken in diesem
Zusammenhang ÖVP STR Schmuckenschlager für seine Unterstützung.
Und im Zusammenhang mit dem Verkehrsbereich, will ich auch hier wie bei
jeder Budgetrede der GRÜNEN die klare Ablehnung der nun in Bauausführung
befindlichen Stadtplatzumfahrung festhalten. Dieses Projekt bringt mittel-
und langfristig keine wirkliche Verkehrsentlastung, sondern im Gegenteil,
es eröffnet mit der Anbindung an eine mögliche Donaubrücke
das Negativszenarium, dass Klosterneuburg im Norden von Wien zur Drehscheibe
für dessen Autobahnring wird.
Dieses besorgniserregende Szenario passt leider auch zu unserer Zusammenfassung
des Budgets 2007. Sollte es uns im kommenden Jahr nicht gelingen ausreichend
Finanzquellen zu lukrieren - die Einsparpotentiale sind bis zur Frustration
Aller ausgereizt - wird dies Klosterneuburg in eine zunehmende Lähmung
versetzen. Wir GRÜNE stimmen in der Hoffnung auf die notwendige Einsicht
aller Parteien zur raschen Lösung der Finanzprobleme dem Budgetvorschlag
2007 zu.
Gegen das Budget stimmten SPÖ, FPÖ, PUK,
(Die bisherige FAPÖ = die Familienpartei Österreichs, die Nachfolgegruppierung
der bei der Gemeinderatswahl 05 kandidierenden MIK, ist nun in der SPÖ
aufgegangen.)
*+ SPÖ, PUK stimmten
gegen Erfassung städtischer Immobilienwerte.
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Finanztechnischer
Hintergrund Erhebung städtische Immobilienerte:
Die jährliche Budegterstellung der Stadt erfolgt nach der kameralistischen
Rechnungsführung (Nachweis von Einnahmen und Ausgaben, Vergleich
mit dem Haushaltsplan, etc.) In dieser Rechnungsführung werden jedoch
die Immobilienwerte nicht berücksichtigt. Sie können daher auch
nicht für die evt. Aufnahme von Krediten als Sicherung herangezogen
werden.
Mit einer späteren
Ausgliederung in eine stadteigene Immobilien GmbH ist dies jedoch möglich.
Um auch in den nächsten Jahren Geld für notwendige infrastrukturelle
Maßnahmen (Ankauf Kasernengrundstücke, Schulbau, StreetWorker,
Radwege,etc.) zu haben, sprechen sich die GRÜNEN Klosterneuburg -
unter der Voraussetzung, dass diese finanziellen Mittel für den Aufbau
einer zukunftsträchtigen Infrastruktur verwendet werden - aus.
Für die Gründung
einer derartigen GmbH ist eine 2/3 Mehrheit (27 Stimmen) im Gemeinderat
notwendig. ÖVP/GRÜNE haben 25.
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