
Gemeinderat
beschließt mit den Stimmen von ÖVP und GRÜNEN Krankenhaus
Managementvertrag mit Bietergemeinschaft HCC Humanomed. 2 ½ jähriger
Vertrag garantiert professionelles Management und € 1,15 Mio Kostenreduzierung.
GR-Sitzung
30. Mai 2006
Gemeinderat
beschließt Managementvertrag mit HCC Humanomed. Einsparung
von 1,15Mio € garantiert. |
Während
anderswo (Neunkirchen) Verhandlungen mit potentiellen Krankenhaus-Partnern
sich ohne Ergebnisse über Jahre erstrecken, konnte die Klosterneuburger
"Schwarz-Grüne Stadtregierung" trotz heftigen oppositionellen
Widerstand innerhalb weniger Monate einen Managementvertrag für
das Krankenhaus Klosterneuburger finalisieren. Bei der heutigen
Sondersitzung des Klosterneuburger Gemeinderates wird mit der
Bietergemeinschaft HCC Humanomed ein über 2 ½ Jahre
laufender Vertrag (ab 2008 ist eine Übergabe des KH an Land
Niederösterreich möglich) abgeschlossen. Die Bietergemeinschaft
HCC Humanomed wird die Managementleitung des KH Klosterneuburg
übernehmen und garantiert gleichzeitig für die Laufzeit
des Vertrages Einsparungen von € 1,15 Mio. Die Einsparungen
sollen in erster Linie aus einer besseren Bettenauslastung und
einem effizienteren Gesamtmanagement kommen.
STR Wimmer: „Ich glaube die Schwarz-Grüne Stadtregierung
hat diese Feuerprobe gut gemeistert. Obwohl uns die vereinigte
Opposition von SPÖ, FPÖ und PUK für eine rasche
und sinnvolle KH Lösung nur „Knüppel zwischen
die Beine geworfen hat“, haben wir innerhalb weniger Monate
einen professionellen Partner gefunden. Es gibt nun eine Perspektive
für die nächsten 2 1/2 Jahre und vielleicht auch darüber
hinaus. Was mir jedoch leid tut ist, dass die Opposition (SPÖ,
FPÖ, PUK, FAPÖ) die Gründung der GmbHs verhindert
hat und dadurch Liquiditätsengpässe die Finanzierung
zahlreicher Vorhaben für die Klosterneuburger Bevölkerung
verhindert haben.“
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GR-Sitzung
17.März 2006
Gemeinderat
beschließt Übergabe des Krankenhauses an das Land Niederösterreich. |
*
Gemeinderat beschließt mit großer Mehrheit Übergabe
des Krankenhauses an das Land.
*Im
gesamten Stadtbudget umfangreiche Sparmaßnahmen in Höhe
von 2,5 Mio. € ab sofort notwendig
*
SPÖ und PUK lehnen Antrag für Fortsetzung der Partnersuche
zur Senkung der Krankenhauskosten ab.
Nachdem
der von ÖVP und GRÜNEN vorgeschlagene Sanierungsweg
das städtische Krankenhaus mittels einer internen Ausgliederung
sowie der Hereinnahme eines strategischen Partners bei der GR-Sitzung
am 3.März von der Opposition abgelehnt wurde und somit die
notwendige 2/3 Mehrheit verfehlte, beschloss nun der Gemeinderat
bei seiner außerordentlichen Sitzung am 17.März mit
großer Mehrheit (nur die zwei FPÖ Mandatare stimmten
nicht dafür) die Übergabe des Krankenhauses an das Land
Niederösterreich. Da aber beim Land Niederösterreich
die Eingliederung der 2005 übernommenen acht Stadt- und Gemeindekrankenhäuser
(St.Pölten, Amstetten, Baden, Gmünd, Mistelbach, Hollabrunn,
Hainburg und Lilienfeld) noch nicht abgeschlossen ist, wird eine
Übernahme von Klosterneuburg (und Neunkirchen und Wr.Neustadt)
erst mit Beginn 2008 erfolgen können. Bis dahin muß
die Stadtgemeinde das Defizit von jährlich ca. 5 Mio. €
(70 Mio ats.) finanzieren.
Dazu
Grün Stadtrat Mag. Sepp Wimmer: „Es macht mich traurig,
dass nun die Sparmaßnahmen die Bevölkerung treffen.
Mit der von ÖVP und GRÜNEN vorgeschlagenen Lösung
mittels interner Ausgliederung in eine GesmbH, wäre eine
Kreditfinanzierung möglich gewesen. Die Lösung mit einem
strategischen Partner hätte zudem die Chance für eine
langfristige, zukunftsorientierte Sicherung des Krankenhauses
gegeben. ÖVP/GRÜNE sind dafür gestanden und hätten
auch dafür die Verantwortung übernommen. Ich hoffe SPÖ,FPÖ;PUK
und FAPÖ übernehmen jetzt auch die Verantwortung für
die nun notwendigen massiven Kürzungen und möglichen
Schließungen von Abteilungen im Krankenhaus. Die GRÜNEN
Klosterneuburg werden auf jeden Fall ihr möglichstes dazu
beitragen, dass Klosterneuburg so wenig Schaden wie nur möglich
aus der jetzigen Situation erwächst."
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Im
gesamten Stadtbudget umfangreiche Sparmaßnahmen in Höhe
von 2,5 Mio. € ab sofort notwendig
|
Die
Eckdaten der Finanzierung des Klosterneuburger Krankenhauses:
Das
Klosterneuburger KH wird 2006 einen Jahresumsatz von ca. 32 Mio.
€ (440 Mio ats) erreichen. 23 Mio. € werden durch Einnahmen
(Kassenbeiträge, etc.) abgedeckt. Dern Rest, ca. 9 Mio. €
(123 Mio. ats) muss die Stadt Klosterneuburg finanzieren. Von
diesem 9 Mio € wiederum hat Klosterneuburg einen fixen Grundbeitrag
zur Finanzierung des Gesundheitswesens von 4 Mio.€ (55 Mio.
ats) entrichten. Die Höhe ergibt sich auf Grund der Bevölkerungsanzahl
Klosterneuburgs. (Dies ist unabhängig davon, ob Klosterneuburg
ein KH betreibt oder nicht.) Das übrige Defizit des Krankenhauses
von ca. 5Mio.€ (ca. 70 Mio ats.) muss die Stadt alleine abdecken.
Das kann sie nicht. Möglich sind die Aufbringung von ca.
der Hälfte des Betrages, also 2,5 Mio € (ca. 35 Mio
ats). durch Aussetzen oder Aufschieben von Projekten oder Umschichtungen.
Der Rest muss jetzt – nachdem die Opposition durch die Verhinderung
der 2/3 Mehrheit eine Gmbh Gründung abgelehnt hat –
durch Einsparungen und Kostenerhöhungen hereingebracht werden.
Dazu
GRÜN STR Wimmer: "2,5 Mio.€ (35 Mio. ats) sind
notwendig zu finanzieren um den KH Betrieb aufrecht zu erhalten.
ÖVP und Grünen hätten gerne verhindert das dies
zu Lasten der Klosterneuburger Bevölkerung geht, die Opposition
war dagegen. Das sind die Fakten, so leid es mir tut. *
Erläuterung
warum nun keine Finanzierung des Defizits über eine Kreditaufnahme
möglich ist:
Obwohl Klosterneuburg einen sehr niedrigen Verschuldungsgrad aufweist,
werden durch das große Defizit des Krankenhauses die vom
Land NÖ vorgegebenen Grenzwerte überschritten und dadurch
tritt für die Stadt Klosterneuburg eine Kreditsperre in Kraft.
Mit dem von ÖVP und GRÜNEN angestrebten Model einer
internen Ausgliederung in eine Gmbh (die Stadt wäre weiterhin
100%iger Eigentümer) wäre im Zusammenhang mit einem
strategischen Partner eine Finanzierung über eine Kreditaufnahme
- also ohne Einsparungen in vielen städtischen Bereichen
- möglich gewesen und zugleich eine Option für eine
mögliche Sanierung vorhanden gewesen.
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GR-Sitzung
17. März 2006
SPÖ
und PUK lehnen Fortsetzung der Ausschreibung zur Partnersuche
zur Senkung der KH-Kosten ab. |
Als
weiterer Tagesordnungspunkt stand bei der GR-Sitzung am 17.März
der Beschluß zur Fortsetzung der Suche nach einen Kooperationspartner
für das Krankenhaus auf der Tagesordnung- Der von Bmst. Schuh
im Namen von ÖVP und GRÜNEN eingebrachte Antrag ist ein
weiterer Versuch, die nun entstehende Finanzbelastung für die
Klosterneuburger Bevölkerung, durch die Unterstützung
eines Partners, so gering wie möglich zu halten. 2/3 der GemeinderätInnen
stimmten dafür. Nur SPÖ und PUK lehnten dies ab. |
GR-Sitzung
3.März 2006
Aus
für Krankenhaus Partnerbeteiligung!
SPÖ,
FPÖ, PUK, FAPÖ lehnen Beteiligungsmodell ab. |
Schade,
dass nicht alle Parteien gemeinsam um die letzte Möglichkeit
kämpfen wollten! Obwohl die Mehrheit des Klosterneuburger
Gemeinderates für die Nutzung der letzten Chance für
uneingeschränkten Erhalt des Klosterneuburger Krankenhauses
stimmte, gaben SPÖ, FPÖ, PUK und FAPÖ keine Zustimmung.
Laut N.Ö. Gemeindeordnung wäre dies aber notwendig gewesen.
Dies bedeutet aller Voraussicht nach nicht nur das Ende des Krankenhauses
im bisherigen Umfang sondern auch massive Einsparungen in sämtlichen
städtischen Bereichen. Grün-Stadtrat Wimmer: „Ich
hoffe die VertreterInnen von SPÖ, FPÖ, PUK und FAPÖ
übernehmen jetzt die Verantwortung für die aktuelle
Situation! Genauso, wie ÖVP/GRÜNE zu ihrer Verantwortung
für das „Partnership“ Projekt gestanden sind!
25
von 41 GemeinderätInnen stimmten am Freitag, den 3. März
dafür, dass die allerletzte Chance für den Erhalt des
Krankenhauses genutzt wird und der Weg frei gemacht wird, einen
operativen Minderheitspartner für das Krankenhaus zu suchen.
Nach N.Ö. Gemeindeordnung sind für die Gründung
einer dementsprechenden GesmbH jedoch eine Mehrheit von 2/3 der
MandatarInnen, also 27 Stimmen notwendig. Obwohl dies die letzte
Möglichkeit war, die Selbstbestimmung über das Krankenhaus
zu behalten und es auch die Möglichkeit ergab mit einem strategischen
Partner einen erfolgreichen Neuanfang zu starten, verweigerten
die MandatarInnen der „Opposition“ die Zustimmung.
Die
nächsten Schritte werden nun wie folgt sein: In zwei Wochen,
am 17. März wird nach Gesprächen mit dem Land Niederösterreich
in einer außerordentlichen GR-Sitzung die endgültige
Endscheidung über die weitere Vorgangsweise beschlossen werden.
Parallel dazu werden – da nun kein Budget vorhanden ist
das Krankenhaus weiter zu führen – massive Einsparungen
im städtischen Budget geprüft. Sperren von einzelnen
Abteilungen des Krankenhauses stehen ebenfalls zur Disposition.
Dazu
Grün Stadtrat Mag. Sepp Wimmer: „Es macht mich traurig,
dass nicht auch noch die letzte Möglichkeit genutzt werden
konnte, das Klosterneuburger Krankenhaus in der Entscheidungsgewalt
der Stadt und auch in diesem Umfang zu behalten. Die Lösung
mit einem strategischen Partner hätte zudem die Chance für
eine langfristige, zukunftsorientierte Sicherung des Krankenhauses
gegeben. ÖVP/GRÜNE sind dafür gestanden und hätten
auch dafür die Verantwortung übernommen. Ich hoffe SPÖ,FPÖ;PUK
und FAPÖ übernehmen jetzt auch die Verantwortung für
die nun notwendigen massiven Kürzungen und möglichen
Schließungen von Abteilungen im Krankenhaus. Die GRÜNEN
Klosterneuburg werden auf jeden Fall ihr möglichstes dazu
beitragen, dass Klosterneuburg so wenig Schaden wie nur möglich
aus der jetzigen Situation erwächst." |
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Die
Vorgeschichte!
Ein Bild
- in diesem Fall eine Tabelle - sagt mehr als viele Worte. Das Defizit
des Klosterneuburger Krankenhauses hat sich auf Grund externer Faktoren
(Novelle der NÖ Krankenhausfinanzierung) innerhalb eines Jahres (2005)
von 3,1Mio € (42,66 Mio. ATS) für das Jahr 2006 auf 5,4 Miio.
€ (74,30 Mio. ATS) fast verdoppelt. Dieses Defizit auszugleichen
bringt die Stadt Klosterneuburg an den Rand der Finanzierungsfähigkeit
und schränkt die Budgetierung sämtlicher Aktivitäten auf
das absolut Notwendigste ein. Bei dieser Finanzsituation ist eine politische
Gestaltung kaum mehr möglich. Damit diese prekäre Finanzsituation
nicht über Jahre weitergeschleppt wird und die Stadt Klosterneuburg
sich womöglich nicht mehr selber finanzieren kann und unter die finanzielle
Oberhoheit des Landes gestellt wird - wie bereits andere Kommunen - ,
hat sich die Schwarz/Grüne Stadtregierung entschlossen, so rasch
als möglich einen strategischen Partner als Minderheitseigentümer
für das Krankenhaus zu suchen.
In seiner
Sitzung am 25.11.2005 hat der Gemeinderat der Stadt Klosterneuburg nun
mit den Stimmen von ÖVP und GRÜNEN beschlossen, einen neuen
Weg zur Führung des gemeindeeigenen Krankenhauses einzuschlagen.
Das Konzept, welches von der Firma KPMG und der Rechtsanwaltskanzlei Saxinger,
Chalupsky, Weber & Partner entwickelt wurde, sieht keine Privatisierung
unseres Krankenhauses vor, sondern unser Krankenhaus wird weiterhin im
alleinigen Eigentum der Stadtgemeinde Klosterneuburg verbleiben, aber
versuchen mit einem strategischen Partner die bestehenden Probleme bewältig
bar machen. Eine der wesentlichen Zielvorgaben ist, dass eine größtmögliche
Standortgarantie erreicht werden soll.
Sollte dieses
Verfahren plangemäß ablaufen, könnte in der Gemeinderatssitzung
am 30. Juni 2006 ein diesbezüglicher Beschluss gefasst werden, der
den Beginn dieser neuen Krankenhausführungskonstruktion ab Juli 2006
ermöglichen würde.
GRÜN
STR Wimmer: „Inzwischen haben, bei Kenntnis der jährlich steigenden
Millionenverluste des Krankenhauses, wohl alle erkannt, dass wir auch
an das Gesamtwohl der Stadt denken müssen und sofortiger Handlungsbedarf
gegeben ist. Ein weiteres Jahr die Verluste des Krankenhauses abzudecken,
würde Klosterneuburg als Ganzes handlungsunfähig machen. Wenn
noch irgend etwas den Eigenbesitz des Krankernhauses sichern kann, ist
es dieses Modell mit dem strategischen Minderheitspartner. Sollte aber
mit diesen Modell auch keine optimale Lösung gefunden werden, so
haben wir in diesem halben Jahr bis zum Sommer 2006 trotzdem etwas erreicht:
Wir wissen dann endgültig woran wird sind. Wir wissen, wir haben
alles versucht, und wir müssen uns rasch auf eine Übergabe an
das Land Niederöstereich vorbereiten. Die Übergabe zu jetzigen
Zeitpunkt wäre nicht möglich, 2007 durchaus schon.“
Wimmer abschließend:
„Schade dass die Oppositionsparteien diesen allerletzten Rettungsversuch
von Schwarz-Grün nicht unterstützt haben, nur kritisieren aber
keine eigenen konzeptionellen Ideen haben. Die PUK hätte nichts dagegen
das Krankenhaus zu schließen, den Tulln ist ohnehin besser. Und
die SPÖ sieht ihn einem zu tiefst-amerikanischen „Finanzierungs-Trick“
eines „Sale and Lease Back“ Kapitaltransfers die Lösung.
Dies bringt aber keinerlei strukturelle Lösungen für den Betrieb
des Krankenhauses mit sich, sondern ist nur eine Finanzierung wo uns am
Ende dann überhaupt nichts mehr gehört.“
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Hintergründe |
| 1.1.2005 |
Mit
1.1.2005 gingen acht niederösterreichische Stadt- und Gemeinde
Krankenhäuser (St.Pölten, Amstetten, Baden, Gmünd,
Mistelbach, Hollabrunn, Hainburg, Lilienfeld) in die Hoheit des
Landes Niederösterreich über. Nur Neunkirchen,
Wr. Neustadt und Klosterneuburg blieben
im „Besitz“ der jeweiligen Städte.
Für
alle Kommunen waren die Krankenhauskosten in den letzten Jahren
zu einer enormen finanziellen Belastung geworden. Die Gründe
dafür waren vielfältig. Die immer größere medizinische
Innovation erforderte immer kostspieligere neue technische Einrichtungen
und zugleich waren ein Unzahl mehr an medizinischen Behandlungsmethoden
– mit neuen teuren Medikamenten und noch teureren HighTech
Geräten - möglich. Auch die demoskopische Entwicklung
– mehr ältere Menschen und eine höhere Lebenserwartung
ließen die Finanzierung der Krankenhäuser kollabieren.
Die
Gegenoffensive des Landes Niederösterreich bestand nun darin
sämtliche niederösterreichische Krankenhäuser in
eine Holding mit regionalen Schwerpunktkrankenhäusern zusammen
zu fassen. Und da beginnt das Dilemma für Klosterneuburgs Krankenhaus.
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| Situation
Klosterneuburg |
Nachdem
das Klosterneuburger Krankenhaus bis ca. 2002 durchaus ausgeglichen
bilanziert hat, musste die Stadt seit diesem Zeitpunkt ein immer
größer werdendes Defizit (heuer 3,1 Mio. € ) ausgleichen.
Im Sommer 2005, ein halbes Jahr nach der Übernahme der 8 Gemeindekrankenhäuser,
änderte die niederösterreichische Landesregierung das
niederösterreichische Krankenanstaltsgesetz (NÖKAG). Diese
Änderung brachte eine zusätzliche Belastung von 1,1 Mio.
€ für Klosterneuburg, zusätzlich zu der „normalen“
Steigerung des Defizits. Mit einem Schlag betrug das Gesamtdefizit
des KH für das Jahr über 5,4 Mio. €. Wenn man jetzt
noch die 3,6 Mio. € NÖKAS-Umlage - das ist jener Betrag
mit dem sich jede Gemeinde (unabhängig ob im Besitz eines Krankenhauses
oder nicht) im Verhältnis ihrer Bevölkerungsanzahl in
das NÖ Gesundheitssystem einbringen muss - so sind im Stadthaushalt
budgetär für das KH ca. 9 Mio. € vorzusehen. Anders
ausgedrückt, hätte Klosterneuburg kein eigenes Krankenhaus
wäre die finanzielle Belastung nur 3,6 Mio. € und 5,4
Mio € (das sind ca. 75 Mio. „gute alte Schilling“)
stünden für Schulen, Kultur, Sport und städtische
Infrastruktur zur Verfügung. Für eine Stadt die seit Jahren
bis zur Grenze der Leistungsfähigkeit spart, wäre das
ein Segen im Interesse einer Zukunftsperspektive.
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| Standortnachteil
für Klosterneuburg |
Obwohl
mit exzellenten MitarbeiterInnen ausgestattet und mit modernsten
Geräten bestückt, so hat es doch (landespolitisch gesehen)
einen großen Nachteil. Es liegt geographisch nicht in einer
Region verankert, sondern sogar am Rande Niederösterreichs
und grenzt an die Bundeshauptstadt Wien. Bei einer Übernahme
des Klosterneuburger Krankenhauses durch das Land Niederösterreich
würde der Umfang der Leistungen, sprich der verschiedenen Abteilungen,
auf Dauer nicht gesichert sein. Im schlimmsten Fall könnte
es sogar - höchst unwahrscheinlich - zu einer totalen Schließung
kommen. Um den Krankenhaus eine Zukunftsperspektive zu geben, war
es daher sinnvoll das Haus in den letzten Jahren zu modernisieren.
Denn ein Krankenhaus, das nicht in das Regionalkonzept passt und
dazu noch aus dem „letzten Loch pfeift“, wäre bei
einer Übernahme durch das Land sofort zu einem Kandidaten für
die Schließung geworden.
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| Zur
Zeit keine Übernahme durch das Land NÖ möglich |
Das
Land Niederösterreich hat in den Jahren der Übernahme
der verschiedenen niederösterreichischen Stadt Krankenhäuser
kar festgelegt, dass Übernahmen nach dem 1.1.2005 für
einige Jahre ausgeschlossen sind, da dass Land Niederösterreich
erst die notwendigen neuen Gesundheitsstrukturen etablieren muss.
Erst dann (etwa ab 2007) seien Neuaufnahmen möglich.
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| Schnelles
Handeln bringt "kleine Win-Win" Situation |
Das
Krankenhaus zieht sämtliches operative Geld aus dem Stadtbudget
ab und macht die Stadt praktisch handlungs- und innovationsunfähig.
Daher ist für eine mittel- und langristige Gesundung der Stadt
ein rasche Klärung notwendig. Durch dieses rasche Handeln ergeben
sich zwei positive Perspektiven.
1) Findet man mit der nun gewählten Vorgangsweise
eine Lösung mit einem strategischen Partner ist eine langfristige
Standortsicherung möglich.
2) Findet man diese optimale Lösung nicht, so hat man entscheidende
Vorarbeiten dafür geleistet, dass mit dem Land Niederösterreich
sofort wegen einer Übernahme für 2007 verhandelt werden
kann. In der Folge wäre dann für das Jahr 2007 wieder
Geld für städtische Investitionen vorhanden und Klosterneuburg
könnte wieder in die Zukunft der Stadt investieren.
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Presseartikel
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