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"Die
vergessene Welt"
Erfolgreiche
Buchpräsentation
Am 8.November wurde im Klosterneuburger Kino vor mehr als 100 Besuchern Peter Lachnits Buch "Die vergessene Welt" präsentiert. Peter Lachnit hat sich mit diesem Buch auf die Suche der historischen Wurzeln der jüdischen Gemeinde in Klosterneuburg gemacht, aber auch ihre fast vollständige Auslöschung mit dem Beginn der Nazi Herrschaft beklemmend dokumentiert.
Peter Lachnits Buch ist ab nächster Woche im Buchhandel erhältlich. Preis 10,80 €. Die Grünen Klosterneuburg unterstützen dies, indem sie den ersten 10 InteressentInnen, die sich bei den Grünen unter klosterneuburg@gruene.at melden das Buch schenken.
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Zur Geschichte: Im bürgerlichen Klosterneuburg fand der Nationalsozialismus sehr früh eine starke und auch gewaltbereite Anhängerschaft. Mitte der 20er Jahre waren die Nazis bereits im Gemeinderat vertreten und stellten in weiterer Folge mit Dr. Eselböck sogar den Vizebürgermeister. Die jüdische Bevölkerung lebte zwar unbehelligt in der Stadt, aber schon zu Beginn der 30er Jahre kam es zu Vandalenakten gegen das jüdische Bethaus: Zertrümmerte Fensterscheiben, kotverschmierte Eingangstüren. Der Novemberpogrom 1938, die berüchtigte „Reichskristallnacht“, brachte schwere Beschädigungen an dem Gebäude. Zerstört wurde es nur deshalb nicht zur Gänze, weil im oberen Stockwerk bereits ein Lagerraum des BDM (Bund Deutscher Mädchen) untergebracht war. In weiterer Folge wurde die HJ (Hitlerjugend) im Tempel einquartiert. Von den rund 300 Mitgliedern der Kultusgemeinde kehrte kaum jemand aus den Konzentrationslagern oder der Emigration nach 1945 nach Klosterneuburg zurück. Und diese historische Tatsache wird auch ein FPÖ-Mandatar nicht negieren können: Wessen sollte man denn gedenken auf einer Tafel an einem ehemaligen Tempel? Für Roman Scholz, den Widerstandskämpfer Klosterneuburgs, gibt es eine Gedenktafel in der Oberen Stadt. Den Gefallenen beider Weltkriege ist mit der Tutzsäule am Stiftsplatz ein Denkmal gesetzt. |
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Die Klosterneuburger Synagoge Knapp vor dem Ersten Weltkrieg wurde das jüdische Bethaus der 1892 gegründeten Kultusgemeinde Tulln/Klosterneuburg vom Architekten Jakob Schwarz erbaut und im August 1914 eingeweiht. Das Jugendstilgebäude an der Kierlinger Straße/Medekstraße bestach durch seine Fassade und seinen schöne Runderker. Durch das Novemberpogrom 1938 (siehe Bilder, Quelle DÖW) schwer beschädigt, wurde die Synagoge nach dem Krieg von der Post als Kabellager verwendet. Der jahrelange Verfall machte eine Erhaltung des Gebäudes unfinanzierbar. 1975 wurde das desolate Gebäude aus der Liste von Schutzobjekten des Bundesdenkmalamtes gestrichen. Trotz aller Bemühungen der Stadtgemeinde veräußerte der Eigentümer, die Jüdische Kultusgemeinde, die ehemalige Synagoge an eine Wohnbaugesellschaft. Der Abbruch erfolgte 1992. |