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SPÖ Verkehrsstadtrat gegen Verkehrsberuhigung ! Durchzugsverkehr auch für die Willi-Prem-Gasse!!! |
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Mit dem schlagenden Argument, "da könnt ja jeder kummen", fegte Verkehrsstadtrat Preisl (SPÖ) den Wunsch der Anrainer vom Tisch, daß die Willi-Prem-Gasse als Sackgasse erhalten bleiben soll. Die Premgasse ist die verlängerte Medekstraße und war seit jeher Sackgasse. Im Zuge der Kanalbauarbeiten wurde die Straße durchgehend asphaltiert. Ohne Vorankündigung und zum Ärger der Anwohner, war die Premgasse plötzlich Durchzugsstraße geworden. Außerdem wird sie auch als Schleichweg Richtung Stadtplatz benützt werden, wenn die Hölzlgasse in den Verkehrsspitzen zugestaut ist. In der Medekstraße kann dann der Stau in der Hölzlgasse umfahren werden. Man erspart sich nicht nur die Enge beim ADEG in der Ziegelofengasse sondern auch einen Umweg. Die BGU brachte am 29.9. im Gemeinderat einen Dringlichkeitsantrag zur Erhaltung der Premgasse als Sackgasse ein, untermauert mit 70 Anrainerunterschriften und einen Brief von Bürgermeister Schuh vom 9.11.1988, in dem dieser versichert, daß keine Änderungen vorgesehen sind und bei einer eventuellen Änderung die Anrainer vorher verständigt werden. Die Debatte im Gemeinderat über unseren Antrag war dann ein trauriges Kapitel verkehrspolitischer Inkompetenz, Ignoranz und Überheblichkeit einiger Mandatare, allen voran, Verkehrsstadtrat Preisl. Mit dem vorher schon erwähnten Argument: "Da könnt ja jeder kummen, selbst die Bewohner von Stadtplatz und Wienerstraße hätten gern a Sackgassen" wurde der Antrag im Gemeinderat nicht abgestimmt, sondern dem Verkehrsausschuß zugewiesen, in dem StR. Preisl den Vorsitz führt. Diese Argumentation ist verkehrspolitischer Nonsens, denn damit würde sich jede verkehrsberuhigende Maßnahme ad absurdum führen, jede Fußgängerzone, jede Wohnstraße, jede Zufahrtsbeschränkung, jede Gehsteigverbreiterung, jeder Straßenrückbau. Erschütternd war, daß die BGU von den anderen Parteien keine Unterstützung erhielt. Im Gegenteil, etliche Mandatare stimmten in Preisls Argumentation mit ein!! Alle modernen verkehrspolitischen Konzepte setzen auf flächenhafte Verkehrsberuhigung und halten den Durchzugsverkehr von Wohngebieten fern. StR. Preisl hält nichts von Verkehrskonzepten (schon gar nicht von Verkehrs- bzw. Raumplanern), daher gibt es für Klosterneuburg kein aktuelles Konzept, dementsprechend konzeptlos wird im Verkehrsbereich vorgegangen. Denn mit dem Öffnen einer Sackgasse wird nicht nur eine Straße, sondern ein, bis dahin verkehrsberuhigtes Gebiet plötzlich mit Durchzugsverkehr belastet und der bis jetzt verkehrsarme und stark frequentierte Schulweg (Verbindung Ziegelofensiedlung zur Volksschule Albrechtstraße und zum Kindergarten und Hauptschule Langstögergasse) durch die Premgasse wird nun gefährlicher!! Premgasse und Medekstraße haben einen schnurgeraden Straßenverlauf (siehe Foto). Als Schulwegsicherungsmaßnahme hat der Verkehrsausschuß im Oktober die Errichtung eines Gehsteiges in der Premgasse ins Auge gefaßt!! (Schilda läßt grüßen). Wie unberechenbar und sprunghaft Entscheidungen im Verkehrsausschuß sind, zeigt, daß noch am 27.Mai 1999, unter Vorsitz von StR. Preisl, beschlossen wurde, die Premgasse als Sackgasse zu belassen. Angesichts der Art und Weise, wie zurzeit völlig konzeptlos Verkehrspolitik in Klosterneuburg betrieben wird, kann man nur beunruhigt einer für Klosterneuburg notwendigen Verkehrsberuhigung in Wohngebieten entgegensehen.
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