
Frauentag: Gleichberechtigung braucht mehr als einen Tag

Am 7. März 2026 informierten die Grünen Klosterneuburg mit einem Stand am Klosterneuburger Stadtplatz über die Bedeutung des Internationalen Frauentags. Ziel der Aktion war es, auf die weiterhin bestehenden Herausforderungen in der Gleichstellung aufmerksam zu machen und das Thema sichtbar ins Zentrum der Stadt zu bringen.
Als Zeichen der Anerkennung verteilten die Grünen Rosen an vorbeikommende Frauen. Die Blumen wurden bei einem örtlichen Klosterneuburger Blumenladen bezogen, um auch die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Viele Passantinnen nutzten die Gelegenheit für kurze Gespräche und Austausch zu frauenpolitischen Anliegen.
Mit der Aktion bekräftigen die Grünen ihr Engagement für Gleichberechtigung und die Wertschätzung aller Frauen in Klosterneuburg.
Der Internationale Frauentag entstand vor über hundert Jahren im Kampf um grundlegende Rechte – vor allem um das Wahlrecht und bessere Lebensbedingungen für Frauen. Vieles wurde seither erreicht, besonders in Europa. Dafür können wir dankbar sein.
Doch echte Gleichberechtigung ist noch nicht selbstverständlich. Der Gender Pay Gap und das damit verbundene höhere Risiko von Altersarmut für Frauen zeigen das deutlich. Maßnahmen wie ein gesetzliches Pensionssplitting könnten hier zumindest teilweise Abhilfe schaffen.
Gleichzeitig leben wir in einer Welt, in der Frauen in vielen Ländern weiterhin – teilweise sogar stärker als früher – unterdrückt werden. Ihnen wird Bildung verwehrt, ihre Meinungsfreiheit eingeschränkt, sie sind Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt. Wir respektieren kulturelle Vielfalt und unterschiedliche Lebensweisen. Aber Unterdrückung, Gewalt gegen Frauen oder Femizide dürfen niemals relativiert oder akzeptiert werden.
Die Grünen stehen seit jeher für eine offene, demokratische und gleichberechtigte Gesellschaft. Gleichwertigkeit bedeutet nicht, dass alle dasselbe tun müssen – sondern dass unterschiedliche Lebenswege den gleichen Respekt verdienen. Diese Haltung prägt auch unsere Arbeit in der Klosterneuburger Gemeindepolitik.
Bei den Grünen in Klosterneuburg sind derzeit 50 % der Gemeinderäte Frauen – mehr als in jeder anderen Fraktion. Das zeigt: politische Beteiligung von Frauen ist möglich – und notwendig.
Trotzdem gibt es auch in der lokalen Politik noch Ungleichgewichte. Im Klosterneuburger Gemeinderat sind von 41 Mandaten 15 von Frauen besetzt – fast 37 %. Im Stadtrat sind es 2 von 12. Doch wer die Sitzungen verfolgt, merkt schnell: Der Großteil der Redezeit liegt noch immer bei Männern.
Woran liegt das? Haben Frauen weniger zu sagen? Sicher nicht. Vielleicht sind wir manchmal zurückhaltender oder stellen unsere Beiträge weniger in den Mittelpunkt. Doch unsere Anliegen sind genauso wichtig.
Der Frauentag erinnert uns daran, dass Gleichberechtigung nicht selbstverständlich ist – und dass wir weiterhin daran arbeiten müssen. Frauen sollten sich stärker vernetzen, gegenseitig unterstützen und selbstbewusst ihre Stimme erheben.
Oder, um es mit Simone de Beauvoir zu sagen:
„Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts.“



MagA DI Irene Edtmayer, Jacqueline Eschlböck, DI Sabine Zuklin-Polany
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