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Verkehr, Aktuelles

Offener Brief: 12 Fragen an die E-Moped-kritischen Berater:innen von Verkehrsminister Hanke

Sie behaupten laut Österreichischen Qualitätsmedien:

 

1. E-Mopeds, selbst wenn sie auf 25 km/h gedrosselt sind, gehören einfach nicht auf die Radwege, weil sie gefährlich leise sind? Warum wurde Ihrer Meinung nach die Fahrradklingel erfunden?

2. Die erhöhte Gefahr von E-Mopeds geht zudem von deren höherem Gewicht aus! Wo liegt für Sie der break even zwischen zierlichen, vielleicht in ihrer Mobilität eingeschränkten E-Moped-FahrerInnen und übergewichtigen Hobbysportlern (es warat wegen dem Gleichheitsgrundsatz in Verbindung mit der Geschmacksfrage "windabweisende Plastikkarosserie" versus "Stahllenker")?

 3. E-Mopeds sind einfach zu groß für die Radwege! Haben Sie Sich einmal die Mühe gemacht nachzumessen? (Sie werden überrascht sein!)

 4. Viele E-Mopeds sind zu schnell unterwegs! (Was bedeutet dieses Argument für unsere Autobahnen? Nein, im Ernst:) Haben Sie noch nie erlebt, wie Hobby-Rennradler am Weg zu und von der Arbeit mit über 40 km/h nach dem Motto "Wer bremst, verliert!" durch unübersichtliche Engstellen keuchen (Impuls = Masse x Gewicht!) sowie ständig riskant überholen, also warum nicht (sachlich gerechtfertigt) sämtliche Gefahrenquellen möglichst konsequent kontrollieren?

 5. Passanten fühlen sich durch die E-Mopeds der Essenszusteller genervt! Kennen Sie irgendeinen österreichischen Verkehrsteilnehmer, der sich noch nicht von (sämtlichen) anderen Teilnehmern genervt gefühlt hätte, völlig unabhängig von seiner / deren Art der Fortbewegung (Stichwort: "Schleich die, Depperter!")?

 6. Essenszusteller sind völlig rücksichtslos unterwegs und zu gefährlich! Wie schätzen Sie deren soziale Absicherung im Falle von Unfällen und Verdienstentgängen ein, nicht vielleicht als existenziellen Anreiz, möglichst unfallfrei durchzukommen?

 7. Essenslieferanten sollen auf der Straße fahren müssen zum Schutz von Fußgängern! Wie ausdauernd geht man durchschnittlich spazieren und wie lange wird ein Essenslieferant tagtäglich zwischen Autos "Mohrhuhn" spielen, Abgase sowie Feinstaub einatmen und sich als Mensch zweiter Klasse fühlen müssen?

 8. Die E-Mopeds der Lieferanten sollen dafür mit höheren Geschwindigkeiten fahren! Obwohl Sie dieser Berufsgruppe pauschal unterstellen, dass sie rücksichtslos und vorschriftswidrig unterwegs ist, (das aber nicht durch bessere Kontrollen verhindern möchten,) wollen Sie noch deren Durchschnittsgeschwindigkeit erhöhen?

 9. Am Besten noch mit Helm, damit sie mehr riskieren können "beim Landeanflug", also zusätzlicher Wettbewerbsvorteil gegenüber den PassantInnen, die ihnen die letzten Meter zu den Hauseingängen und Parkmöglichkeiten verstellen?

 10. Wie oft sind Sie selbst auf einem Radweg unterwegs, oder versuchen Sie aus dem Elfenbeinturm heraus den durchschnittlichen WählerInnenwillen zu orakeln?

 11. In welchem Verhältnis stehen Sie zur Ölindustrie, den Autoherstellern und / oder Tankstellenbetreibern, da sie offenbar etwas gegen den Erfolg der niederschwelligen E-Mobilität auf bedarfsgerecht breiten, zukunftsfitten Radwegen haben, die auch die soeben noch massiv geförderten Lastenfahrräder und Tuk-Tuks konfliktfrei verkraften?

 12. Fordern Sie beim nächsten Unfall eines Kindes auf einem Zebrastreifen wegen eines betrunkenen Autofahrers konsequenterweise die autofreie City samt Alkoholverbot in den städtischen Heurigengegenden, oder ist das nicht Teil Ihrer Jobdescription?

Für den Inhalt der Kolumne alleine verantwortlich: Mag. iur. Peter M. Zimmeter
Anregungen, Gegenargumente sowie allfällige Beschwerden bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

Geschrieben von Die Grünen Klosterneuburg/Bernd Stilling, Peter Zimmeter am .

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