Eislaufplatz Klosterneuburg
Sport

Wie die ÖVP erfolgreich einen Sportsverein ruiniert!

Am Beispiel Klosterneuburger des Eissportvereins "Eisbrecher"

Der Union EHC Eisbrecher Klosterneuburg besteht seit 2009 und hat als sportlichen Schwerpunkt Nachwuchsarbeit-Beitensport. Er hat ca. 150 Mitglieder und über die Jahre einen jährlichen Mitgliederzuwachs von ca. 10%. Er bietet die einzige Wintersportmöglichkeit in Klosterneuburg und integriert zahlreiche Wettkampfmannschaften, darunter viele Jugendmannschaften.

Die "Eisbrecher" tragen auch wesentlich zur Auslastung des Eislaufplatzes bei, denn sie gehen in ihrer Freizeit auch zum Publikumslaufen, motivieren ihren Freundes-und Bekanntenkreis zum Eislaufen, haben einen sehr hohen Anteil an den Besuchern der Eisdisco („Eisbrecher-Hauben“). Die "Eisbrecher" (und die Eltern der Jugendlichen) nutzen auch zahlreiche andere Einrichtungen des Happlyands.

Sie organisieren weiters zahlreiche VERANSTALTUNGEN pro SAISON, Großturniere Learn-to-Play Mitte Jänner (U8+U10), Mitte Februar (U7+U9) jeweils ca. 8 Mannschaften (je 14 Kinder) = ca. 110 Kinder+ Eltern = ca. 250 Besucher, 2 Turniere mit U10 (je 4 Mannschaften) ca. 50 Kinder, Freundschaftsspiele mit Gastmannschaften (Tulln, Stockerau, Wolkersdorf, Bad Vöslau, Krems, Wien).

Im Gegensatz zu den Sportplätzen anderer Klosterneuburger Sportvereine wurde der Eislaufplatz bei seiner Errichtung von den Klosterneuburger Stadtpolitikern ganz bewusst zu klein gebaut damit sich kein Verein gründet und Meisterschaften spielen konnte (da hätte man Subventionieren müssen). Was bei Basketball, Fußball, etc. unvorstellbar wäre, einen Sportsplatz absichtlich zu klein zu bauen, wurde beim Eislaufsport angewandt.

Trotz aller dieser Widrigkeiten haben die "Eisbrecher" in den letzten Jahren eine sehr erfolgreiche, und dies besonders im Jugendbereich, Meisterschaftsteilnahme durchgeführt. Da der österr. Eishockeyverband für gewisse Spielklassen Mindestnormgrößen der Eisfläche verlangt, wird es den Eisbrechnern nun immer unmöglicher einen Spielbetrieb abzuhalten. Deshalb haben sie ein Konzept für eine Eislaufplatzverlängerung erarbeitet, Sponsoren für die Finanzierung aufgestellt - nur die allein regierende ÖVP interessiert das alles nicht. Die Eisbrecher wurden nicht einmal zu einer Präsentation des Projekts für dem Sportstättenbeirat eingeladen. In großer Mehrheit (mit Ausnahme von meiner Person, als GRÜNER Vertreter) hat der Sportstättenbeirat (= die Stadträte Klosterneuburgs) dieses Projekt ablehnend diskutiert. Nun droht den "Eisbrechern" das Aus.

Man kann für oder gegen das Projekt Eislaufplatzverlängerung sein, aber es ist eine Frechheit diesem engagierten Verein gegenüber, sie nicht einmal ihr Projekt präsentieren zu lassen. Ich habe kein Prolem damit, wenn Klosterneuburger Profi, oder Halbprofi Sportvereine, wedentlich größere Sportsubventionen von der Stadt bekommen als kleine Sportvereine wo es "nur" um die spotliche Betätigung von tausenden KlosterneuburgerInnen geht. Wenn aber auf Grund der großen Summen an Sportsubvention an den Elitensport die kleinen, "ehrenamtlichen" Sportvereine "zusperren" müssen, gehört das Klosterneuburger System der Sportsubventionen überdacht. Aber gründlich und rasch!

STR Mag. Sepp Wimmer
Mitglied des Sportstättenbeirates

Geschrieben von STR Mag. Sepp Wimmer am .

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